Pro Ausbildung – 5 gute Gründe

Wie häufig wurden Sie als Personaler schon mit der Frage oder der Aussage: „Warum soll ich überhaupt eine Ausbildung machen?“ oder „Ein Studium ist viel mehr wert als eine Ausbildung!“ konfrontiert? Es sind keine Einzelfälle und im Hinblick auf die stetig steigenden Studentenzahlen auch ernst zunehmende Berufsannahmen. Diese legen die Schülerinnen und Schüler nicht selbst fest, sondern haben sich über die (Schul-) Jahre manifestiert. Vorbilder und andere Einflussnehmer haben an der (teilweise) fehlerhaften Annahmenbildung einen nicht zu unterschätzenden Anteil.

Dabei gibt es gute Gründe nach der Schule – ob Haupt-, Sekundar-, Real-, Gesamtschule oder Gymnasium – mit einer Ausbildung zu starten. 5 Gründe haben wir hier exemplarisch einmal zusammen gestellt. Welche verwenden Sie persönlich immer wieder?

1. Monetärer Anreiz: Es ist offensichtlich, aber nicht allen jungen Erwachsenen bewusst, dass die Ausbildung Geld einbringt – die Ausbildungsvergütung. Auch wenn die Gehälter differieren, kostet ein Studium hingegen ein kleines Vermögen, welches per Bafög oder Eltern erst einmal finanziert werden will.
2. Verknüpfung von Theorie und Praxis: Trotz Praxisvorträgen und diversen praktischen Beispielen kann und soll das Studium nicht praktische Fähigkeiten vermitteln. Doch erst in der praktischen Anwendung, wie sie bei der Ausbildung im Betrieb stattfindet, erschließen sich bestimmte Zusammenhänge. Die Wechselwirkung aus Theorie und Praxis führt zu einem anwenderfreundlicheren Wissensaufbau.
3. Weiterbildungsoptionen: Ausbildung heißt nicht „Fachidiot“! Das Interesse der Unternehmen an der persönlichen Entfaltung der eigenen Auszubildenden wird von den Schülerinnen und Schülern unterschätzt. Das Fachliche steht zwar im Vordergrund, dennoch sind die Weiterbildungs- und Fördermöglichkeiten der Unternehmen vielfältig.
4. Schulkonzept vs. Selbstorganisation: In einem Studium ist man auf sich alleine gestellt. Trotz Mentoren und O-Wochen müssen die Schülerinnen und Schüler ihren Alltag selbst managen. In der Schule wurden ihnen diese Dinge abgenommen. Die Ausbildung ist hier eine angenehme „light“-Variante. Ein stark verschultes Theoriefundament bietet gewohnte Sicherheit und lässt Freiräume im beruflichen Kontext.
5. Vorbereitung Arbeitswelt: Absolventen eilt der Ruf voraus, dass sie die Arbeitswelt nicht kennen und nicht wissen, wie „die Uhren am Arbeitsplatz ticken“. Diesen Vorwurf müssen sich Auszubildende nicht gefallen lassen. Sie erfahren selbst, wie es ist in einem Unternehmen zu arbeiten und nicht nur ein Praktikum zu absolvieren. Sie können selbst Hand anlegen und erste Erfahrungen an dem zukünftigen Arbeitsplatz sammeln.

Und die Statistik spricht für sich: Ein klarer Trend geht zu einem berufsbegleitenden Studium. Dies liegt ganz sicher auch an der immer größer werdenden Vielfalt an Studiengängen. Ob schon während der Ausbildung als duales Studium oder als Abendstudium während einer Tätigkeit nimmt die Akzeptanz auf der Arbeitgeberseite immer weiter zu.

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